Adresse geklaut und dann teuer bestellt

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Polizeivertreter beklagen schon lange, wie leicht es Krimnellen gemacht wird durch den leichtfertigen Umgang mit persönlichen Daten im Internet. Der beste Datenlieferant sind soziale Netzwerke wie Facebook. Hier finden Kriminelle Angaben zu Echtnamen, Wohnort und auch Telefonnummern. Über Plattformen wie Ebay lassen sich bei der Teilnahme an Auktionen sogar Bankdaten ermitteln.

Identitätsdiebstahl

Bestellt jemand unberechtigt im Namen und auf Rechnung eines anderen Ware bei Online-Shops, spricht man von Identitätsdiebstahl. Die Gefahr ist umso größer, je mehr Menschen im Internet einkaufen. In jedem Fall sollte man darauf achten, so wenig Daten wie möglich von sich preiszugeben, etwa in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Xing. Schon ein Pseudonym als Nutzername ist hilfreich. Ratsam sind verschiedene E-Mail-Adressen, um sich anzumelden, und natürlich auch unterschiedliche und komplexe Passwörter. Dazu kann man mehrere Gratis-E-Mail-Adressen anlegen. Hilfsprogramme für den Internetbrowser, sogenannte Passwort-Manager, machen es sehr einfach, sich an alle zu erinnern. Das ist bequem. So muss man sich nur noch ein einziges Master-Passwort merken. Bietet eine Website Sicherheitsfragen an, sollte man keine wählen, deren Antwort sich im Internet recherchieren lässt. Tritt jemand bei einem Online-Shop im eigenen Namen auf, sollte man sich sofort an den Betreiber wenden und sich bei der Polizei melden. (hoff./fahe.)

Quelle: FAZ vom 6.10.2016