Adresse geklaut und dann teuer bestellt

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Polizeivertreter beklagen schon lange, wie leicht es Krimnellen gemacht wird durch den leichtfertigen Umgang mit persönlichen Daten im Internet. Der beste Datenlieferant sind soziale Netzwerke wie Facebook. Hier finden Kriminelle Angaben zu Echtnamen, Wohnort und auch Telefonnummern. Über Plattformen wie Ebay lassen sich bei der Teilnahme an Auktionen sogar Bankdaten ermitteln.

Identitätsdiebstahl

Bestellt jemand unberechtigt im Namen und auf Rechnung eines anderen Ware bei Online-Shops, spricht man von Identitätsdiebstahl. Die Gefahr ist umso größer, je mehr Menschen im Internet einkaufen. In jedem Fall sollte man darauf achten, so wenig Daten wie möglich von sich preiszugeben, etwa in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Xing. Schon ein Pseudonym als Nutzername ist hilfreich. Ratsam sind verschiedene E-Mail-Adressen, um sich anzumelden, und natürlich auch unterschiedliche und komplexe Passwörter. Dazu kann man mehrere Gratis-E-Mail-Adressen anlegen. Hilfsprogramme für den Internetbrowser, sogenannte Passwort-Manager, machen es sehr einfach, sich an alle zu erinnern. Das ist bequem. So muss man sich nur noch ein einziges Master-Passwort merken. Bietet eine Website Sicherheitsfragen an, sollte man keine wählen, deren Antwort sich im Internet recherchieren lässt. Tritt jemand bei einem Online-Shop im eigenen Namen auf, sollte man sich sofort an den Betreiber wenden und sich bei der Polizei melden. (hoff./fahe.)

Quelle: FAZ vom 6.10.2016

Ein Gedanke zu „Adresse geklaut und dann teuer bestellt“

  1. @axarix, ein freundliches Hallo und Guten Morgen.
    Alles richtig………………aber, wie leicht wird es einem gemacht persönliche Daten preis zugeben? Trotz äußerster Vorsichtigkeit, die mittlerweile soweit geht, weder einen E-Mail Anhang zu öffnen geschweige einen Link zu betätigen. Mit einer Ausnahme: von Personen, die mir bekannt sind und in meinem Adressbuch vorhanden sind. Traurig.
    Ein Beispiel möge dies verdeutlichen:

    Vor zwei Wochen erhalte ich von meinem Handyanbieter, O-2 eine Werbungsofferte.
    Inhaltlich sinngemäß ein Gewinn in Form eines I-Phone 6, nach dem Motto: Sie sind ein ausgewählter heutiger Gewinner, um an einer Frage-Antwort Verlosung teilzunehmen, teilnehmen zu können. Betätigen Sie innerhalb der nächsten 15 Minuten den nachfolgenden Link, um die ordnungsgemäße Teilnahme 1.) zu bestätigen, 2.) die Voraussetzungen und die AGB zu lesen, 3.) das eigentliche Frage-Antwort Gewinnspiel durchzuführen, 4) erforderliche Daten für die Zusendung durch DHL, hier 1 Stück Original I-Phone-6 bekannt zu geben und eintragen.
    Die Offerte ausgewiesen durch O2 sah genauso, wie bekannt aus der Fernsehwerbung, mit den aufsteigenden Luftblasen aus. Absender war eine Marketing Gesellschaft mit voller Adresse, hinweislich von O2, natürlich mit dem Bild des I-Phones.
    Vorsichtshalber habe ich diese verglichen mit einer Rechnungsmittteilung. Zusätzlich habe ich den O2-Vortort Service in Gevelsberg angerufen, ob eine Gewinnspielkampagne durchgeführt wird. Mehr kann man eigentlich nicht machen.
    Daraufhin habe ich den Link betätigt. Die 10 Fragen mussten innerhalb von 180 Sekunden beantwortet werden und zählten zum tagtäglichen Allgemeinwissen: Politik, Wirtschaft, Funk und TV. Scheinbar hatte ich alles richtig. Der vorläufige scheinbare Gewinn wurde nicht nur -soweit- bestätigt, nein, auch wurden zahlreiche positive Bewertungen von Teilnehmer eingeblendet. Darüber hinaus gab es noch eine Widerrufsadresse, die ich kopiert habe.
    Tja, nun kam der Part der persönlichen Eingaben. Mein Name und E-Mail, ferner Strasse, PLZ und Hausnummer waren noch im Grenzbereich. Alles weitere habe ich verweigert. Es sollten weitere Angaben erfolgen, Telefonnummer und Handynummer, das gleiche nochmals für den DHL, zuzüglich Adresse der Nachbarn.
    Logischerweise konnte ich durch die Weigerung weitere Daten einzugeben, meinen „Gewinn abschreiben“. die Webseite wurde von mir geschlossen und vollständig gelöscht, nicht nur Logfile, MFT und USN sondern restlos alles.
    Zuzüglich einen Widerruf per Einschreiben an die vorgegebene Adresse.
    Wenn ich nun der Meinung war, die Thematik ist beendet, war dies ein Trugschluss. Es folgten Telefonterror vom Feinsten. Nein vom Allerfeinsten. Anfangs noch innerhalb entsprechende Tageszeiten von 11:00 bis 18:00, unterschiedlicher Anrufnummern. Nun durchweg Tag und Nacht. Nach Recherchen im I-Net sind die Nummern bekannt und geächtet. Es gilt: niemals annehmen. Ist für mich eine Selbstverständlichkeit, auch hier wieder: ich nehme nur an was in meiner Box von mir genehmigt ist. Punkt.
    Liebe Grüße
    Dieter

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