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Unter der Navigation in Linux verstehen wir die Themen:

Die Verzeichnisstruktur von Linux

Im Gegensatz zu Windows werden Speichermedien nicht mit Buchstaben bezeichnet. Alle Medien – auch USB-Sticks, externe Festplatten und optische Laufwerke – werden in eine gemeinsame Verzeichnisstruktur eingebunden.

Dateimanager

Den Dateimanager kennen die meisten Leute als Explorer oder Arbeitsplatz von Windows; erreichbar mit der Tastenkombination Windowstaste + E. Die Windowstaste auf der Tastatur heißt in Linux Supertaste.

Je nach Desktop heißen die Dateimanager:

  • Thunar (Xfce)
  • Dolphin (KDE)
  • Nemo (Unity, Cinnamon, Budgie usw.)

Hier, bei Linux Mint, heißt der Dateimanager: Nemo.

  1. Nemo lässt sich über das Hauptmenü öffnen. Nach Eingabe des Begriffs Datei in das Suchfeld erscheinen passende Programme.

    Dateimanager aus Hauptmenu vom 2025 05 16 13 54 33

    Ein Klick auf Dateien, öffnet Nemo.

  2. Ein Mausklick auf das Folder-Symbol Foldersymbol in der Taskleiste startet Nemo.
  3. Die Tastenkombination Super + E startet ebenfalls Nemo - Die Tastenkombination ist identisch mit Windows (Super = Windowstaste)

Nemo öffnet sich und zeigt die Verzeichnisse des Systems.

Verzeichnisstruktur

Wichtige Verzeichnisstruktur

Achtung:
Änderungen in diesen Verzeichnissen sollten nur erfolgen, wenn bekannt ist, welche Auswirkungen sie haben. Unachtsame Änderungen können das System unbrauchbar machen.

VerzeichnisBezeichnung
/ (Root) höchste Verzeichnisebene, hier sind alle Dateien des Systems und der Benutzer enthalten
/bin enthält für Linux unverzichtbare Programme, muss beim Systemstart vorhanden sein, darf keine Unterverzeichnisse enthalten
/boot muss beim Systemstart vorhanden sein; enthält zum Booten benötigte Dateien.
/dev enthält alle Gerätedateien, über die die Hardware im Betrieb angesprochen wird
/etc enthält Konfigurations- und Informationsdateien des Basissystems
/home enthält pro Benutzer ein Unterverzeichnis, jedes davon wird nach dem Anmeldenamen benannt (Dateien der Benutzer)
/lib enthält dynamische Bibliotheken und Kernelmodule, die für den Systemstart (das Booten) notwendig sind
/lost+found enthält Dateien und Dateifragmente, die bei der Reparatur eines defekten Dateisystems übrig geblieben sind
/media hier werden mobile Geräte eingehängt (USB-Stick, externe Festplatte, Floppy, CD-ROM, DVD, u.a.)
/mnt Einhängepunkt für temporär eingehängtes Dateisystem
/opt ist für die manuelle Installation von Programmen gedacht, die nicht zur eigenen Distribution gehören
/proc enthält Schnittstellen zum aktuell geladenen Kernel und seinen Prozeduren
/root dies ist das Stammverzeichnis des Computeradministrators root
/run enthält Dateien für laufende Prozesse
/sbin enthält Binärdateien, die Root-Rechte zur Ausführung brauchen
/srv dieses Verzeichnis ist noch nicht genau spezifiziert
/sys siehe /proc
/tmp enthält zeitlich beschränkte Dateien, Verzeichnis wird nach einem Neustart in der Regel bereinigt
/usr enthält die am Desktop meistbenutzten Programme
/var enthält variable Daten wie Log-Dateien, Spielstände, Druckerwarteschlange usw.

 

Ein vertiefendes YouTube-Video zur Verzeichnisstruktur kann ergänzend angesehen werden.

Das Verzeichnis /home

Im Verzeichnis /home werden die Daten der Benutzer gespeichert. Für jeden Benutzer wird bei der Einrichtung ein eigener Ordner erstellt, z.B. das Verzeichnis /home/benno.

Standard-Zugriffsrechte:

  • Besitzer: lesen & schreiben
  • Gruppe: lesen
  • Andere: lesen

Das bedeutet, dass andere Benutzer deine Dateien lesen können. Soll dies verhindert werden, müssen die Berechtigungen angepasst oder alternativ eine Verschlüsselung verwendet werden (nicht Bestandteil dieses Textes).

In Fachliteratur wird häufig die Schreibweise ~/datei verwendet. Das Tilde-Zeichen ~ steht dabei für das persönliche Home-Verzeichnis.

Verborgene Dateien anzeigen

Verborgene Dateien anzeigen

In persönlichen Home-Verzeichnissen befinden sich auch versteckte Dateien und Ordner. Diese lassen sich im Dateimanager über
Anzeige > Verborgene Dateien anzeigen
sichtbar machen.

Versteckte Elemente dienen meist der benutzerbezogenen bzw. individuellen Konfiguration von Programmen. Sie werden mit einem führenden Punkt im Namen markiert.

verborgene verzeichnisse

Zum Beispiel das Verzeichnis .mozilla enthält die Konfigurationen für den Browser Firefox.

In diesen Verzeichnissen werden die persönlichen Einstellungen für verschiedene Programme und für Linux selbst vorgenommen. Wer nicht genau weiß, was er hier tut, sollte die Finger weglassen. Daher haben sich die Entwickler entschieden diese Dateien und Verzeichnisse standardmäßig zu verbergen.

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